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Das tibetische Buch vom Leben und Sterben

Verfasser: Sogyal Rinpoche

Bei seiner ersten Begegnung mit der westlichen Kultur stellte Sogyal Rinpoche bestürzt fest, dass die moderne westliche Gesellschaft trotz aller technologischen Errungenschaften überhaupt nicht versteht, was im Moment des Todes geschieht. Im Gegensatz dazu hat sich in Tibet im Laufe der Jahrhunderte eine wahre „heilige Technologie“ des Todes entwickelt, eine ars moriendi, die das genaueste, komplexeste und vollständigste Wissen über den Tod und den nächsten Staat oder Barden sammelt. Der Begriff "Bardo", wörtlich "suspendiert zwischen" und daher "Intervallübergang", ist ein Schlüsselbegriff für das Verständnis der tibetischen Auffassung von Leben und Tod. Im tibetischen Buddhismus erscheinen Leben und Tod als Ganzes, bestehend aus einer Reihe sich ständig ändernder Realitäten, die Bardos oder Übergangsgelenke darstellen, in denen sich Dharmata, die wahre Natur des Geistes, unbegrenzt und ewig, manifestiert. Die vier Bardos (Leben, Tod, nach Tod und Wiedergeburt) bieten daher eine sehr große Möglichkeit der Befreiung, aber nur der Bardo dieses Lebens erlaubt es einem, durch Meditation mit der wesentlichen Natur des Geistes vertraut zu werden, um in der Lage zu sein, seine kraftvolle und schreckliche spontane Manifestation im Moment des Todes zu erkennen. Diejenigen, die sich rechtzeitig durch die Praxis und Betrachtung der Vergänglichkeit vorbereitet haben, werden den Tod nicht als Niederlage, sondern als Sieg sehen. XNUMX-jährige Jubiläumsausgabe.

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